Die Natur, selbst reich an Klingendem, hat seit jeher Eingang in die Musik gefunden – als lautmalerische Imitation von Donnergrollen, Wasserplätschern oder Vogelrufen, aber auch als Ausdruck innerer «Empfindung» angesichts ihrer sublimen Schönheit, Kraft und Bedrohlichkeit. Im grossen Eröffnungskonzert widmen sich das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope jenem Werk, das unter den musikalischen Naturdarstellungen wie eine höchste Bergspitze herausragt: Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, Pastorale. Meisterhaft verleiht Beethoven hier diesem inneren Naturerleben Ausdruck, ohne blosse «Mahlerey» in Tönen zu betreiben, auch wenn er etwa Nachtigall, Wachtel und Kuckuck nachahmen lässt.
Einem anderen Singvogel wiederum widmete sich Ralph Vaughan Williams in seinem Werk The Lark Ascending, das in Grossbritannien nach dem Ersten Weltkrieg zu einer eigentlichen Hymne des Trostes wurde. Der Komponist liess sich für diese pastorale Romanze von einer Lerche inspirieren, die hoch über der Erde schwebend minutenlang ihren ergreifenden Gesang verbreitet – und verarbeitete diesen zu einem nicht minder ergreifenden, entrückten Violinsolo.
Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 8 D-Dur, MWV N8 (Fassung mit Bläsern) Ralph Vaughan Williams The Lark Ascending für Violine und kleines Orchester Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale, op. 68
Daniel Hope (Music Director)
Zürcher Kammerorchester
Fr., 13.11.2026 19:30 Uhr / Kunsthaus Zürich Moser Bau
Wandelkonzert
Der Moser-Bau, eröffnet im Jahr 1910, bildet den historischen Kern des Kunsthauses Zürich. Heute beherbergt er bedeutende Kunstwerke aus acht Jahrhunderten – von mittelalterlichen Ikonen über Klassiker der Moderne bis zu international bekannten Gemälden und Skulpturen, z. B. von Monet, van Gogh, Munch, Picasso, Warhol – wobei die konkrete Auswahl je nach aktueller Ausstellung variiert.
Beim Wandelkonzert im Kunsthaus Zürich bespielen unsere Musiker:innen in wechselnden Formationen die verschiedensten Räume im Moser-Bau. Das musikalische Programm nimmt den
visuellen Ausdruck der gezeigten Werke auf und spiegelt es musikalisch wider. Das Publikum bewegt sich während des Wandelkonzerts ausserhalb der regulären Öffnungszeiten frei zwischen den Ausstellungsräumen. Es wandelt zwischen den Epochen und erlebt dabei eine wunderbare und einzigartige Verbindung zwischen Musik und Kunst, die noch lange nachwirken wird.
Konzertprogramm nach Ansage
Simon Wiener (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Mit dem Briten Jonathan Bloxham am Pult führt dieses Programm auf die britische Insel, wo wir drei prägenden Kräften der dortigen Musik begegnen: dem als «Orpheus Britannicus» gefeierten Barockkomponisten Henry Purcell, dem grossen Erneuerer Benjamin Britten und Anna Clyne, der wohl wichtigsten Stimme des heutigen britischen Musikschaffens. Benjamin Britten galt als eine Art geistiger Erbe Purcells. Mit seiner Serenade, op. 31 wandte er sich – den barocken Vorgänger wie ein fernes Echo mitschwingend – erstmals der Vertonung der englischen Sprache zu und setzte sechs Gedichte britischer Autor:innen unterschiedlicher Epochen zu einem hochemotionalen Liederzyklus für Tenor, Horn und Streichorchester. Mit dem Tenor Ian Bostridge dürfen wir einen der profundesten Kenner von Brittens Serenade begrüssen, während der junge Brite Ben Goldscheider als Hornsolist die Rolle des ambivalenten Gesprächspartners und mahnenden Echos übernimmt. Goldscheider ist darüber hinaus auch der Solist in der Uraufführung des HornkonzertsSirens von Anna Clyne.
Henry PurcellAbdelazer, or The Moor’s Revenge. Suite, Z 570 Anna ClyneSirens für Horn und Streichorchester (Schweizer Erstaufführung) Henry Purcell Suite aus Dido and Aeneas, Z 626 / Z 730 Benjamin Britten Serenade für Tenor, Horn und Streichorchester, op. 31
Jonathan Bloxham (Leitung)
Ian Bostridge (Tenor)
Ben Goldscheider (Horn)
Zürcher Kammerorchester
Einen wahren konzertanten Reigen präsentieren Music Director Daniel Hope und das Zürcher Kammerorchester in diesem feierlichen Konzert zum Adventsbeginn. Arcangelo Corelli war es, der dem Wechselspiel zwischen einer kleinen Solistengruppe und dem Orchestertutti eine feste Form verlieh und sich mit diesen Concerti grossi als einer der Gründerväter des barocken Instrumentalkonzerts in die Musikgeschichte einschrieb. Die abschliessende Pastorale seines berühmtesten Concerto grosso trägt den Zusatz «fatto per la notte di Natale» – geschrieben für die Heilige Nacht – und verströmt mit ihrem wiegenden Rhythmus eine friedvolle Ruhe. Auch im d-Moll-Konzert für zwei Violinen und Violoncello aus Antonio Vivaldis bahnbrechender Sammlung L’Estro Armonico findet sich mit dem anmutigen Siciliano, eingebettet zwischen dem virtuosen Zwiegespräch in den Ecksätzen, ein Moment pastoraler Besinnlichkeit. Das Werk beeindruckte selbst Johann Sebastian Bach so sehr, dass er es zu einem Orgelkonzert umarbeitete. Mit seinem Violinkonzert in a-Moll BWV 1041, einer der edelsten Vollendungen des italienischen Concertos, beschliesst ein Solokonzert des barocken Grossmeisters diesen Abend.
Carl Philipp Emanuel Bach Sinfonie e-Moll, Wq. 177 Georg Philipp Telemann Konzert für Violine und Streichorchester a-Moll, TWV 51:a1 Alessandro Marcello Konzert für Oboe und Streichorchester d-Moll (Fassung für Violine und Streichorchester) Antonio Vivaldi Konzert für zwei Violinen, Violoncello und Streichorchester d-Moll, RV 565, aus: L’Estro Armonico, op. 3 Arcangelo Corelli Concerto grosso g-Moll, Fatto per la Notte di Natale, op. 6/8 Georg Philipp Telemann Suite g-Moll, La Musette, TWV 55:g1 Francesco Saverio Geminiani Concerto grosso Nr. 5 g-Moll, H.136 Johann Sebastian Bach Konzert für Violine und Streichorchester a-Moll, BWV 1041
Die Weihnachtskonzerte im Fraumünster gehören seit vielen Jahren zu einer lieb gewonnenen Tradition im Konzertprogramm des Zürcher Kammerorchesters. Gemeinsam mit dem Zürcher Konzertchor erklingen unter der Leitung von André Fischer festliche Klänge zur Vorweihnachtszeit, die in ein gemeinsames Singen traditioneller Weihnachtslieder am Ende des Konzertes münden.
Eines der Hauptwerke im diesjährigen Programm ist das Magnificat in C-Dur von Johann Kuhnau, einem bedeutenden Komponisten der Barockzeit. Geboren im Jahr 1660 als Sohn eines Tischlers aus dem Osterzgebirge gelang ihm der Aufstieg zum angesehenen Leipziger Komponisten und barocken Universalgelehrten. Im Jahr 1701 wurde er zum Thomaskantor erkoren und war damit der direkte Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Neben etwa 90 Kantaten, 14 Messen und vielen weiteren Vokalwerken komponierte er zahlreiche Klavierwerke, die bereits zu seinen Lebzeiten grossen Anklang fanden. Das Magnificat in C-Dur gilt als eines seiner ambitioniertesten und bekanntesten Werke, welches mit engelsgleichen Klängen in himmlische Gefilde entführt.
Jan Pieterszoon Sweelinck Hodie Christus natus est Cristòfer Taltabull Ecce panis angelorum Jan Dismas ZelenkaHipocondrie, ZWV 187 Jan Dismas ZelenkaEcce nunc benedicite, ZWV 99 Johann Kuhnau Magnificat C-Dur César Franck III. Credo, V. Panis angelicus und VI. Agnus dei, aus: Messe solennelle A-Dur, op. 12 Carl Philipp Emanuel BachHeilig, Wq. 217
André Fischer (Leitung)
Mirjam Wernli (Sopran)
Anne Heffner (Mezzosopran)
Andrés Montilla Acurero (Tenor)
Markus Volpert (Bassbariton)
Zürcher Konzertchor
Zürcher Kammerorchester
Die Weihnachtskonzerte im Fraumünster gehören seit vielen Jahren zu einer lieb gewonnenen Tradition im Konzertprogramm des Zürcher Kammerorchesters. Gemeinsam mit dem Zürcher Konzertchor erklingen unter der Leitung von André Fischer festliche Klänge zur Vorweihnachtszeit, die in ein gemeinsames Singen traditioneller Weihnachtslieder am Ende des Konzertes münden.
Eines der Hauptwerke im diesjährigen Programm ist das Magnificat in C-Dur von Johann Kuhnau, einem bedeutenden Komponisten der Barockzeit. Geboren im Jahr 1660 als Sohn eines Tischlers aus dem Osterzgebirge gelang ihm der Aufstieg zum angesehenen Leipziger Komponisten und barocken Universalgelehrten. Im Jahr 1701 wurde er zum Thomaskantor erkoren und war damit der direkte Vorgänger von Johann Sebastian Bach. Neben etwa 90 Kantaten, 14 Messen und vielen weiteren Vokalwerken komponierte er zahlreiche Klavierwerke, die bereits zu seinen Lebzeiten grossen Anklang fanden. Das Magnificat in C-Dur gilt als eines seiner ambitioniertesten und bekanntesten Werke, welches mit engelsgleichen Klängen in himmlische Gefilde entführt.
Jan Pieterszoon Sweelinck Hodie Christus natus est Cristòfer Taltabull Ecce panis angelorum Jan Dismas ZelenkaHipocondrie, ZWV 187 Jan Dismas ZelenkaEcce nunc benedicite, ZWV 99 Johann Kuhnau Magnificat C-Dur César Franck III. Credo, V. Panis angelicus und VI. Agnus dei, aus: Messe solennelle A-Dur, op. 12 Carl Philipp Emanuel BachHeilig, Wq. 217
André Fischer (Leitung)
Mirjam Wernli (Sopran)
Anne Heffner (Mezzosopran)
Andrés Montilla Acurero (Tenor)
Markus Volpert (Bassbariton)
Zürcher Konzertchor
Zürcher Kammerorchester
Mit Asya Fateyeva feiern wir den Jahreswechsel gemeinsam mit einer Künstlerin, die ihrem Instrument dank innovativer Programme, künstlerischer Furchtlosigkeit und eines unverwechselbaren Timbres stets neue Räume eröffnet. In Alexander Glasunows Saxophonkonzert wird sie jene warme Klanglichkeit und technische Souveränität entfalten, die ihr Spiel so einzigartig machen. Glasunow – Landsmann und Zeitgenosse Sergei Prokofjews – behandelte das damals noch junge, in der Jazz- und Militärmusik verortete Saxophon nicht viel anders als gängigere Soloinstrumente eines Konzerts in bester spätromantischer Manier: sonor, kantabel und virtuos. Mit funkelnden Farben eröffnet der Konzertabend dank der Schweizer Harfenistin Tjasha Gafner, die mit dem Concertino von Germaine Tailleferre ein wahres Schmuckstück der Literatur für ihr Instrument interpretiert. Prokofjews Symphonie classique sorgt für Leichtigkeit und Esprit, bevor Asya Fatayeva das Publikum gemeinsam mit dem Zürcher Kammerorchester mit einer überaus originellen, jazzigen Bearbeitung des zauberhaften Festtagsklassikers Der Nussknacker von Pjotr I. Tschaikowsky beschwingt ins neue Jahr entlässt.
Germaine Tailleferre Concertino für Harfe und Orchester Alexander Glasunow Konzert für Saxophon und Streichorchester Es-Dur, op. 109 Sergei Prokofjew Sinfonie Nr. 1, Klassische, op. 25 Pjotr Iljitsch Tschaikowsky Auszüge aus: Der Nussknacker, op. 71, bearbeitet für Saxophon und Orchester von Wolf Kerschek
Asya Fateyeva (Saxophon)
Tjasha Gafner (Harfe)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Auch wenn Maria Lassnig (1919–2014) und Edvard Munch (1863–1944) zeitlich durch mehr als ein halbes Jahrhundert voneinander getrennt sind, gibt es zwischen ihren Werken und Biografien erstaunliche Parallelen. Der Untertitel der Ausstellung «Malfluss = Lebensfluss» stammt von einem Gemälde Maria Lassnigs. Er macht die untrennbare Verbindung von Kunst und Leben anschaulich.
Eine Verbindung, die im höchsten Masse auch der Musik zukommt. Wie in der Malerei gelingt es ihr, den unterschiedlichsten Wahrnehmungsebenen von seelischem und körperlichem Empfinden Ausdruck zu verleihen.
Das Gesprächskonzert beginnt zunächst mit dem Besuch der Sonderausstellung, am besten direkt im Vorfeld zum Konzert. Dann sind die Eindrücke noch frisch und verbinden sich spielend mit dem Konzertprogramm. Darin eingewoben erfahren Kunstinteressierte im Gespräch zwischen der künstlerischen Leitung des ZKO, Franziska Frey, und Kuratorin Dr. Sandra Gianfreda eine ganze Menge an Erstaunlichem und Wissenswertem zur Ausstellung und zu den gespielten Werken.
Konzertprogramm nach Ansage
Pablo Hernán Benedí (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Die begnadete Pianistin und Improvisatorin Gabriela Montero kehrt nach ihrem begeisternden Auftritt vor rund zwei Jahren mit Dmitri Schostakowitschs Klavierkonzert Nr. 1 zum Zürcher Kammerorchester zurück. Dieses Werk – komponiert 1933 in einer Phase künstlerischer Unbeschwertheit vor der zermürbenden Zensurbeobachtung späterer Jahre – verstand Schostakowitsch selbst als «spöttische Herausforderung» an das traditionelle Solokonzert. Schon ein Blick auf die Besetzung macht das deutlich. Dem Soloklavier stellt Schostakowitsch nämlich eine solistisch agierende Trompete zur Seite – in diesem Programm interpretiert von Simon Höfele. Und dann wäre da noch die Musik: ein in bestem Sinne unterhaltsames, bisweilen rasantes Vexierspiel voller Zitate, humorvoller Andeutungen und überraschender Wendungen. Voraus gehen diesem originellen Geniestreich die flüchtig-verspielten, im Original für Klavier geschriebenen Miniaturen Visions fugitives von Sergei Prokofjew sowie zwei warm ausgeleuchtete Naturbetrachtungen von Leoš Janáček und der britischen Spätromantikerin Ruth Gipps.
Ruth Gipps Cringlemire Garden. Impressionen für Streichorchester, op. 39 Leoš Janáček Idylle für Streichorchester Sergei Prokofjew Visions fugitives, op. 22, bearbeitet für Streichorchester von Rudolf Barschai Dmitri Schostakowitsch Konzert für Klavier, Trompete und Streichorchester c-Moll, op. 35
Gabriela Montero (Klavier)
Simon Höfele (Trompete)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Der Geigerin Alena Baeva wird eine «magnetische Präsenz» auf der Bühne und eine leidenschaftliche musikalische Neugier nachgesagt – nur einige jener Qualitäten, mit denen sie sich in den vergangenen Jahren den Ruf einer faszinierenden und vielseitigen Solistin auf den Bühnen der Welt erarbeitet hat.
Bevor sie sich in diesem Programm gleich zweifach solistisch zeigt, tauchen wir mit dem Schweizer Komponisten Othmar Schoeck ein in eine sinnlich-warme Sommernacht – wahrlich gut zu gebrauchen zu dieser Jahreszeit und zwischen zwei Werken aus dem hohen Norden! Dass die Musik von Finnlands Nationalkomponist Jean Sibelius aber alles andere als kühl ist, zeigen die zwei seiner temperamentvoll-verspielten Humoresken für Violine und Orchester. Bevor sich Alena Baeva nach diesen virtuosen Höhenflügen dem Violinkonzert d-Moll des damals 13-jährigen Felix Mendelssohns annimmt, das im klassischen Rahmen einen stürmischromantischen Ausdrucksdrang entfaltet, spielt das Zürcher Kammerorchester das zwölf Jahre später entstandene, expressive und melodisch reiche Streichquartett von Fanny Hensel, der älteren Schwester und zeitlebens engen musikalischen Vertrauten von Felix Mendelssohn.
Jean Sibelius Impromptu für Streichorchester, op. 5 Othmar Schoeck Sommernacht. Pastorales Intermezzo für Streichorchester, op. 58 Jean Sibelius Andantino und III. Alla gavotta, aus: Sechs Humoresken für Violine und Orchester, opp. 87 und 89 Fanny Hensel-Mendelssohn Streichquartett Es-Dur (Fassung für Streichorchester) Felix Mendelssohn Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll, MWV O3
Alena Baeva (Violine)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Sie gehören nach Antonio Vivaldis Meisterwerk zweifellos zu den bekanntesten «Vier Jahreszeiten»: die cuatro estaciones porteñas, geschrieben Mitte der 1960er- Jahre vom grossen Tango-Erneuerer Astor Piazzolla. In diesen vier von Buenos Aires, der Heimatstadt des Tangos, inspirierten sinnlichen Stimmungsbildern fängt Piazzolla Melancholie und Nostalgie ebenso meisterlich ein wie das pulsierende Strassenleben, die herbe Eleganz und jene fiebrige, nächtliche Atmosphäre der Hafenstadt. Für seine Bearbeitung der Tangosuite für Violine und Streichorchester liess Leonid Desyatnikov das Vorbild Vivaldi bewusst durchscheinen und schuf damit ein raffiniertes Echo zum barocken Klassiker. Einen lyrischen Kontrast dazu bilden die nördlichen Klanglandschaften von Max Bruchs Serenade nach schwedischen Melodien, die eine ländliche, sangliche Schlichtheit atmet, sowie Carl Nielsens Kleiner Suite, op. 1, deren frische Rhythmen, klare Formen und volkstümliche Unmittelbarkeit von besonderem Reiz sind. Ausserdem erklingt ein neues, für unseren Solo-Cellisten und Harfenisten Nicola Mosca geschriebenes Werk von Martin Wettstein.
Max Bruch Serenade nach schwedischen Melodien für Streichorchester Martin Wettstein Terribilis. Konzert für Violoncello, Harfe, Streichorchester und Perkussion (Uraufführung) Carl Nielsen Kleine Suite für Streichorchester, op. 1 Astor PiazzollaLas cuatro estaciones porteñas, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Leonid Desyatnikov
Daniel Hope (Music Director)
Nicola Mosca (jVioloncello und Harfe)
Zürcher Kammerorchester
Initiiert vom Opernhaus Zürich, präsentiert «Zürich Barock» auch in dieser Saison ein vielfältiges Programm von der barocken Oper bis hin zur Kammermusik.
Mit einer musikalischen Hommage an Charles Avison, Johann Sebastian Bach, Domenico Gallo und Georg Friedrich Händel beteiligt sich das Zürcher Kammerorchester an «Zürich Barock». An seiner Seite glänzt Rachel Podger, laut The Times «die unübertroffene britische Grösse der Barockvioline». Sie war die erste Frau, die im Oktober 2015 mit dem renommierten Bach-Preis der Royal Academy of Music ausgezeichnet wurde. Seit ihrer frühsten Jugend von der «Barockitis» infiziert, gründete sie das Brecon Baroque Festival und das mehrfach ausgezeichneten Ensemble Brecon Baroque. Für ihr Soloalbum Tutta Sola wurde Rachel Podger im Jahr 2023 mit dem BBC Music Magazine Recording of the Year Award und dem Instrumental Award ausgezeichnet.
Charles Avison Concerto grosso Nr. 6 D-Dur nach Cembalosonaten von Domenico Scarlatti Georg Friedrich Händel Concerto grosso g-Moll, op. 6/6, HWV 324 Domenico Gallo Sonate Nr. 12 g-Moll, La Follia, aus: Suonate a Quattro Georg Friedrich Händel Concerto grosso F-Dur, op. 6/2, HWV 320 Johann Sebastian Bach Suite für Violine und Streichorchester Nr. 2 a-Moll, BWV 1067a
Rachel Podger (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Dieses Programm spannt einen Bogen vom galant raffinierten Glanz der Frühklassik bis zur radikalen Tonsprache des Spätwerks Beethovens. Als befänden wir uns auf einer musikalischen Zeitreise, lässt sich verfolgen, wie sich der persönliche Ausdruck und die individuelle Stimme vom frühen Haydn bis zum späten Beethoven immer deutlicher herausbilden. Die Ouvertüre zur Oper L’amant anonyme des schillernden Mozart-Zeitgenossen Joseph Bologne macht den Anfang und bereitet der Cellistin Julia Hagen die Bühne für Joseph Haydns Konzert in C-Dur – ein Werk, das mit seinem brillanten Tonfall und den Wechseln von Soli und Orchesterritornellen zunächst viel spätbarocken Geist verströmt, im Finale schliesslich in virtuose Kühnheit mündet. Wenn das nicht die besten Voraussetzungen für Julia Hagen sind, um die «Natürlichkeit, Wärme, Vitalität und den Mut zum Risiko» ihres Spiels aufs Schönste zur Geltung zu bringen. Ludwig van Beethovens letztes, in fast vollständiger Taubheit entstandenes Streichquartett, op. 135 bildet den Abschluss: Im vergrösserten Klangraum des Streichorchesters vermag es seine intime Kraft noch eindringlicher zu entfalten.
Joseph Bologne Ouvertüre, aus: L’amant anonyme Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1 Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 16 F-Dur, op. 135 (Fassung für Streichorchester)
Julia Hagen (Violoncello)
Pablo Hernán Benedí (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Clara Schumann prägte als gefeierte Virtuosin und künstlerische Instanz die Musikwelt des Jahrhunderts wie kaum eine andere Frau ihrer Zeit. Mit dem a-Moll-Klavierkonzert, das sie sich mit gerade einmal 14 Jahren für ihre eigenen Auftritte komponierte, gelang ihr ein Werk mit hohen technischen Ansprüchen und ausgeprägter romantischer Verve. Die Pianistin Claire Huangci ist für die Interpretation dieser beeindruckenden künstlerischen Selbstbehauptung erstmals beim ZKO zu Gast. Ausserdem ist sie in den Variationen über La ci darem la mano, einem frühen Virtuosenstück von Frédéric Chopin über das berühmte Duett aus Don Giovanni, zu erleben. Mit Mozart und seiner ebenso packenden wie hellstrahlenden Haffner-Sinfonie beginnt das Programm, mit dem vor 200 Jahren verstorbenen Ludwig van Beethoven endet es: Seine Sinfonie Nr. 2 beeindruckte bereits die Zeitgenossen mit ihrer «Tiefe, Kraft und Kunstgelehrsamkeit» und hat bis heute nichts von ihrer musikalischen Überzeugungskraft eingebüsst. Am Pult begrüssen wir den dänischen Dirigenten Thomas Dausgaard der seit Jahrzehnten zur internationalen Spitze gehört.
Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 35 D-Dur, Haffner, KV 385 Clara Schumann Konzert für Klavier und Orchester a-Moll, op. 7 Frédéric Chopin Variationen über «La ci darem la mano» für Klavier und Orchester, op. 2 Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 36
Thomas Dausgaard (Leitung)
Claire Huangci (Klavier)
Zürcher Kammerorchester
Das sechste ZKO-Festival steht im Zeichen der Vielfalt, der Lebensfreude und des Glücklichseins. Freuen Sie sich auf unsere Fokuskünstlerin, die lettische Akkordeonistin Ksenija Sidorova, die mit ihrem Temperament, ihrer Lebendigkeit, ihrem Humor und ihrer beeindruckenden spielerischen Brillanz zu verzaubern weiss. Beim ZKO-Festival beweist sie ihre enorme Vielseitigkeit mit ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach bis Astor Piazzolla sowie bezaubernden Melodien aus Filmmusikklassikern wie Yann Tiersens Le fabuleux déstin d’Amélie Poulain oder Nino Rotas Musik zu Federico Fellinis Meisterwerk La Strada.
Carl Philipp Emanuel Bach Sinfonie A-Dur, Wq. 182/4 Johann Sebastian Bach Konzert für Klavier und Streichorchester Nr. 1 d-Moll, BWV 1052 (Fassung für Akkordeon und Streichorchester) Sergey Akhunov Adagio: Prayer for Peace für Streichorchester Sergey Akhunov Chaconne. Konzert für Akkordeon, Streichorchester und Perkussion
Ksenija Sidorova (Akkordeon)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
ZKO Festival — Von Venedig nach Buenos Aires mit Ksenija Sidorova
Das sechste ZKO-Festival steht im Zeichen der Vielfalt, der Lebensfreude und des Glücklichseins. Freuen Sie sich auf unsere Fokuskünstlerin, die lettische Akkordeonistin Ksenija Sidorova, die mit ihrem Temperament, ihrer Lebendigkeit, ihrem Humor und ihrer beeindruckenden spielerischen Brillanz zu verzaubern weiss. Beim ZKO-Festival beweist sie ihre enorme Vielseitigkeit mit ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach bis Astor Piazzolla sowie bezaubernden Melodien aus Filmmusikklassikern wie Yann Tiersens Le fabuleux déstin d’Amélie Poulain oder Nino Rotas Musik zu Federico Fellinis Meisterwerk La Strada.
Antonio Vivaldi Concerto ripieno A-Dur, RV 158 Antonio Vivaldi Konzert für Laute und Streichorchester D-Dur, RV 93 (Fassung für Gitarre und Streichorchester) Astor Piazzolla Aconcagua. Konzert für Bandoneon, Streichorchester, Perkussion, Harfe und Klavier Astor Piazzolla Escualo für Gitarre und Akkordeon Astor Piazzolla Hommage à Liège. Konzert für Gitarre, Bandoneon und Streichorchester
Ksenija Sidorova (Akkordeon)
Miloš (Gitarre)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
ZKO Festival — Cinema Paradiso mit Ksenija Sidorova
Das sechste ZKO-Festival steht im Zeichen der Vielfalt, der Lebensfreude und des Glücklichseins. Freuen Sie sich auf unsere Fokuskünstlerin, die lettische Akkordeonistin Ksenija Sidorova, die mit ihrem Temperament, ihrer Lebendigkeit, ihrem Humor und ihrer beeindruckenden spielerischen Brillanz zu verzaubern weiss. Beim ZKO-Festival beweist sie ihre enorme Vielseitigkeit mit ausgewählten Werken von Johann Sebastian Bach bis Astor Piazzolla sowie bezaubernden Melodien aus Filmmusikklassikern wie Yann Tiersens Le fabuleux déstin d’Amélie Poulain oder Nino Rotas Musik zu Federico Fellinis Meisterwerk La Strada.
Nino Rota Konzert für Streichorchester Nino Rota Auszüge aus: La Strada, bearbeitet für Akkordeon und Streichorchester von George Morton Nino Rota Auszüge aus: 8½, bearbeitet für Akkordeon und Streichorchester von George Morton Luis Bacalov Auszüge aus: Il Postino, bearbeitet für Akkordeon und Streichorchester von George Morton Bernard Herrmann Psycho-Suite für Streichorchester Erik Satie Gymnopédie Nr. 1, bearbeitet für Akkordeon solo von Ksenija Sidorova Yann Tiersen Auszüge aus: Le fabuleux déstin d’Amélie Poulain, bearbeitet für Akkordeon und Streichorchester von George Morton Dmitri Schostakowitsch Auszüge aus: Suite für Varieté-Orchester, bearbeitet für Akkordeon und Streichorchester von George Morton
Ksenija Sidorova (Akkordeon)
Daniel Bard (Violine und Leitung)
Zürcher Kammerorchester
Saisonabschluss mit Kristian Bezuidenhout & Daniel Hope
Mozart und Mendelssohn – beide waren Frühvollendete und Frühverstorbene, und beide verfügten über die aussergewöhnliche Gabe, höchste kompositorische Handwerkskunst schwerelos und selbstverständlich erscheinen zu lassen. Nicht zufällig wurde Felix Mendelssohn, der bereits in seinen jugendlichen Streichersinfonien eine beeindruckende künstlerische Reife an den Tag legte, demnach als «Mozart des Jahrhunderts» gefeiert. Diesen beiden genialen Persönlichkeiten widmet Music Director Daniel Hope das grosse Saisonfinale und spannt dafür mit dem Pianisten Kristian Bezuidenhout zusammen – einem ausgewiesenen Kenner sowohl Mozarts als auch Mendelssohns, in dessen Konzert für Violine und Klavier er Seite an Seite mit Daniel Hope zu erleben ist. In der A-Dur- Sinfonie, noch in den Salzburger Jahren entstanden, verarbeitet Wolfgang Amadeus Mozart seine frisch gewonnenen Wiener Eindrücke zu einer auffallend charaktervollen, schwärmerischen und farbenreichen Partitur – ein jugendlicher Geniestreich, der dieses Programm glanzvoll beschliesst.
Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 10 h-Moll, MWV N10 Felix Mendelssohn Konzert für Violine, Klavier und Streichorchester d-Moll, MWV O4 Wolfgang Amadeus Mozart Konzert für Klavier und Orchester Nr. 13 C-Dur, KV 415 Wolfgang Amadeus Mozart Sinfonie Nr. 29 A-Dur, KV 201
Daniel Hope (Music Director)
Kristian Bezuidenhout (Klavier)
Zürcher Kammerorchester
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