Die vier Jahreszeiten von Buenos Aires

Sie gehören nach Antonio Vivaldis Meisterwerk zweifellos zu den bekanntesten «Vier Jahreszeiten»: die cuatro estaciones porteñas, geschrieben Mitte der 1960er- Jahre vom grossen Tango-Erneuerer Astor Piazzolla. In diesen vier von Buenos Aires, der Heimatstadt des Tangos, inspirierten sinnlichen Stimmungsbildern fängt Piazzolla Melancholie und Nostalgie ebenso meisterlich ein wie das pulsierende Strassenleben, die herbe Eleganz und jene fiebrige, nächtliche Atmosphäre der Hafenstadt. Für seine Bearbeitung der Tangosuite für Violine und Streichorchester liess Leonid Desyatnikov das Vorbild Vivaldi bewusst durchscheinen und schuf damit ein raffiniertes Echo zum barocken Klassiker. Einen lyrischen Kontrast dazu bilden die nördlichen Klanglandschaften von Max Bruchs Serenade nach schwedischen Melodien, die eine ländliche, sangliche Schlichtheit atmet, sowie Carl Nielsens Kleiner Suite, op. 1, deren frische Rhythmen, klare Formen und volkstümliche Unmittelbarkeit von besonderem Reiz sind. Ausserdem erklingt ein neues, für unseren Solo-Cellisten und Harfenisten Nicola Mosca geschriebenes Werk von Martin Wettstein.

Max Bruch Serenade nach schwedischen Melodien für Streichorchester
Martin Wettstein Terribilis. Konzert für Violoncello, Harfe, Streichorchester und Perkussion (Uraufführung)
Carl Nielsen Kleine Suite für Streichorchester, op. 1
Astor Piazzolla Las cuatro estaciones porteñas, bearbeitet für Violine und Streichorchester von Leonid Desyatnikov

Daniel Hope (Music Director)
Nicola Mosca (jVioloncello und Harfe)
Zürcher Kammerorchester

Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

Daniel Hope © Daniel Waldhecker