Programm

Dieses Programm spannt einen Bogen vom galant raffinierten Glanz der Frühklassik bis zur radikalen Tonsprache des Spätwerks Beethovens. Als befänden wir uns auf einer musikalischen Zeitreise, lässt sich verfolgen, wie sich der persönliche Ausdruck und die individuelle Stimme vom frühen Haydn bis zum späten Beethoven immer deutlicher herausbilden. Die Ouvertüre zur Oper L’amant anonyme des schillernden Mozart-Zeitgenossen Joseph Bologne macht den Anfang und bereitet der Cellistin Julia Hagen die Bühne für Joseph Haydns Konzert in C-Dur – ein Werk, das mit seinem brillanten Tonfall und den Wechseln von Soli und Orchesterritornellen zunächst viel spätbarocken Geist verströmt, im Finale schliesslich in virtuose Kühnheit mündet. Wenn das nicht die besten Voraussetzungen für Julia Hagen sind, um die «Natürlichkeit, Wärme, Vitalität und den Mut zum Risiko» ihres Spiels aufs Schönste zur Geltung zu bringen. Ludwig van Beethovens letztes, in fast vollständiger Taubheit entstandenes Streichquartett, op. 135 bildet den Abschluss: Im vergrösserten Klangraum des Streichorchesters vermag es seine intime Kraft noch eindringlicher zu entfalten.

Joseph Bologne Ouvertüre, aus: L’amant anonyme
Joseph Haydn Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1
Ludwig van Beethoven Streichquartett Nr. 16 F-Dur, op. 135 (Fassung für Streichorchester)

Julia Hagen Violoncello
Pablo Hernán Benedí Violine und Leitung
Zürcher Kammerorchester

Tickets sind ab 7. September über das Theater Chur erhältlich