In der Natur mit Beethovens Pastorale

Die Natur, selbst reich an Klingendem, hat seit jeher Eingang in die Musik gefunden – als lautmalerische Imitation von Donnergrollen, Wasserplätschern oder Vogelrufen, aber auch als Ausdruck innerer «Empfindung» angesichts ihrer sublimen Schönheit, Kraft und Bedrohlichkeit. Im grossen Eröffnungskonzert widmen sich das Zürcher Kammerorchester und Music Director Daniel Hope jenem Werk, das unter den musikalischen Naturdarstellungen wie eine höchste Bergspitze herausragt: Ludwig van Beethovens Sinfonie Nr. 6, Pastorale. Meisterhaft verleiht Beethoven hier diesem inneren Naturerleben Ausdruck, ohne blosse «Mahlerey» in Tönen zu betreiben, auch wenn er etwa Nachtigall, Wachtel und Kuckuck nachahmen lässt.
Einem anderen Singvogel wiederum widmete sich Ralph Vaughan Williams in seinem Werk The Lark Ascending, das in Grossbritannien nach dem Ersten Weltkrieg zu einer eigentlichen Hymne des Trostes wurde. Der Komponist liess sich für diese pastorale Romanze von einer Lerche inspirieren, die hoch über der Erde schwebend minutenlang ihren ergreifenden Gesang verbreitet – und verarbeitete diesen zu einem nicht minder ergreifenden, entrückten Violinsolo.

Felix Mendelssohn Sinfonie für Streichorchester Nr. 8 D-Dur, MWV N8 (Fassung mit Bläsern)
Ralph Vaughan Williams The Lark Ascending für Violine und kleines Orchester
Ludwig van Beethoven Sinfonie Nr. 6 F-Dur, Pastorale, op. 68

Daniel Hope (Music Director)
Zürcher Kammerorchester

Ticketpreise: CHF 120 / 110 / 95 / 65 / 40

Daniel Hope © Nikolaj Lund